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Die Fette aus Fruchtfleisch und Kernen der Ölpalme (Elaeis guineensis) sind derzeit das weltweit am meisten genutzte pflanzliche Fett. Gegenüber anderen Fett- und Ölpflanzen erbringt die Ölpalme die mit Abstand größten Erträge pro Fläche auf. Das gewonnene Fett ist zurzeit zudem das billigste auf dem Weltmarkt.

Eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel besteht in Europa ab 13. Dezember 2014, bisher ist Palmöl auf den meisten einschlägigen Produkten lediglich allgemein als „pflanzliches Öl“ oder „pflanzliches Fett“ deklariert.

Der Palmölboom speist sich seit den 90er Jahren aus Malaysia und Indonesien (ca. 85% der globalen Produktion), zum Teil auch aus Südamerika und in noch geringen Mengen aus Afrika. Ölpalmen werden hauptsächlich als Monokultur in nicht selten mehrere 1.000 km² großen Plantagen angepflanzt, wofür entsprechend große Regenwaldgebiete gerodet wurden und werden (im Vergleich: die Gesamtfläche Berlins beträgt ca. 890 km²).

Palmöl wird für Nahrungs- und Genussmittel aller Art sowie für Waschmittel, Kerzenwachs, Kosmetika und dergleichen eingesetzt. Etwa die Hälfte dieser Erzeugnisse wird unter Verwendung von Palmöl oder Palmkernöl produziert. Ein weiterer Teil fließt in die „erneuerbaren Energien“.

Weltweit beträgt der Palmölanteil an den „erneuerbaren Energien“ ca. 5%. In Deutschland dagegen macht der Anteil von Palmöl als Energieträger ungefähr (je nach Quelle) 30-50% des gesamten Palmölverbrauchs in Deutschland aus. Zehn Prozent entfallen davon auf Blockheizkraftwerke, mit denen Strom und Wärme erzeugt werden. Die übrigen 90 Prozent werden für die Beimischung zum Fahrzeugkraftstoff (Biodiesel) verwendet, immer häufiger in Form von hydriertem Pflanzenöl, das ausschließlich aus Palmöl gewonnen wird. Der Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrsbereich soll in Deutschland weiter steigen. In der EU betrug 2012 der Anteil von Palmfett am Biodiesel etwa 20% mit steigender Tendenz.

 

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